Mittwoch, 22. April 2015

Textile Vielfalt, Ausstellung im Industriemagazin Reutlingen

Die Ausstellung "Textile Vielfalt" im Industriemagazin habe ich heute besucht. Die Ausstellung ist ja eher klein aber sehr informativ.

Zu sehen war zum Beispiel ein Buch mit Spinnproben, darunter auch Garn aus Brennessel und eins aus Ginster, Ginster kannte ich als Faserlieferant noch nicht.

Es gab auch verschiedene Maschinen zu sehen, hauptsächlich zum Strumpfstricken.

Interessanter war ein großer Saal, in dem sich ein Maschinenpark befand, der das wollige Herz höher schlägen läßt.
Eine Industriekardiermaschine, eine Spinnmaschine, verschieden Strickmaschinen und ganz viele Webstühle.

Neben uralten Leinenwebstühlen, waren auch Jacquard und Metalldrahtwebstühle zu sehen.
Gewebt werden kann alles, ob feinste Tuche oder Maschendrahtzaun.

Ein älterer Herr war anwesend und erklärte die verschieden Webstühle.
Der Jacquardwebstuhl hat eine Kette von 500 Metern und da läßt sich schon einige Zeit weben. Während dieser Stuhl über Lochkarten gesteuert wurde, erzählte der Herr, das früher im vorindustriellen Zeitalter Kinder die Litzen hochzogen. Der Weber rief eine Nummer und die Kinder zogen das Band (mit Litze) mit der entsprechenden Nummer hoch.

Montag, 20. April 2015

Die verstrickte Dienstagsfrage 17/2015 - Motten

Das Wollschaf fragt:

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die Motten schwärmen wieder aus :evil:
Schützt Du Deine Wollvorräte vor Motten? Wenn ja, wie?

Ein sehr guter Schutz sind Ziplockbeutel, die es in verschiedenen Größen gibt. Ich achte darauf, dass die Beutel unbeschädigt sind. Beim Zusammenziehen geht schon mal schnell das Plastik kaputt.

Meine Vakuummethode:
Einen großen Plastikbeutel (50l) Wolle hineingeben. Staubsaugerdüse in die Tüte schieben und gut festhalten (so dass keine Luft heraus kann). Wenn die Luft raus ist, schnell verknoten, gegebenfalls nochmals eine andere Tüte drüberziehen.
Das funktioniert auch ohne Staubsauger. Ich setzte mich dann auf die Tüte und wenn die Luft entwichen ist, schnell verknoten.
Die Wolle nimmt weniger Volumen ein und die Motten kommen so schnell auch nicht dran.

Sonst mögen Motten keinen Lavendel oder stark duftende Seifen.

Was sie gar nicht mögen ist Bewegung. Öfter mal die Wolle umschichten ist hier hilfreich.

Mottenbefall hatte ich bis jetzt erst in Kaschmirpullis und Angora mögen sie auch sehr gerne. Wollknäuel direkt waren bis jetzt noch nicht befallen (toitoi toi).

Donnerstag, 16. April 2015

Gefärbt - Wolle und Alpaka

Beim Backnanger Wollefest habe ich Farben gekauft, die musste ich natürlich gleich ausprobieren. Etwas Farbe (Ashford und Luvotex) hatte ich noch, die neue ist von Jacquard.



 Gefärbt habe ich gewaschene Wollflocken vom Merinolangwollschaflamm (siehe auch Header). Die Wolle war ziemlich dreckig und das Waschen war mühsam. Nach dem Färben und kardieren wurde ich mit weichen Batts belohnt.


Das weiße Alpaka hatte ich auch schon vor dem Winter gewaschen. Die Farben hat das Alpaka allerdings etwas anders angenommen als die Wolle.


Bei den grünen Batts habe ich  Alpaka mit Wolle gemischt. Die Batts haben einen sehr schönen Glanz, der beim Foto leider nicht so rüber kommt.

Farben zu mischen macht auf dem Hero wesentlich mehr Spaß als die gewaschenen Rohwollflocken zu kardieren.

Sonntag, 12. April 2015

Backnanger Wollfest 2015 - Fotos

Am 10. und 11. April fand das Backnanger Wollfest statt.

Ein besonderer Gast aus den USA, Abby, die hier mit Herrn Leichtlen fachsimpelt. Die Leichtlenräder sowie Spindeln und andere Drechslerarbeiten von Herrn Leichtlen waren zu bewundern ( es durfte eine Leichtlenspindel mit).


























Die Fädelsterne waren schnell ausverkauft.
























Jede Menge Wolle und Farben bei spinnertundgewollt. Hier durfte Farbpulver mit.


















Die Meisterin der feinen Maschen. Utlinde, Kursleiterin, war aus Düsseldorf angereist.
























Das Haus der Handweberei war auch vertreten.

























Jede Menge Wolle (ich war standhaft).





Das Fest fand ich gut organisiert. Ich war ja sehr früh da, bevor der große Ansturm ansetzte. Die Waldorfschule bot einen sehr guten Rahmen für das Fest.

Etwas mehr an Sitzplätzen wäre nicht schlecht gewesen, meine Füße waren am Abend doch was "platt".
Den Kursen hätte Werbung vor Ort auch nicht geschadet. Da reicht auch eine Tafel (in der Schule bestimmt vorhanden) auf der man das Kursangebot und die freien Plätze aufschreibt.

Sehr gefreut habe ich mich  Abby Franquemont persönlich kennengelernt zu haben.









Montag, 6. April 2015

Skudden Schafe



 
Eine Herde SkuddenHerdwickschafe grast auf der Schorfheide nördlich von Berlin. Dort war ich letztes Jahr im August. Bei uns in der Nähe grasen ähnliche Schafe, allerdings konnte mir noch niemand Auskunft geben, um welche es sich handelt. Die Schafe sind relativ klein, im

Vergleich zu den hier üblichen Merinos, aber nicht so klein wie die Quessants.
Ein besonderes Merkmal sind die Hörner.
SkuddenHerdwickwolle habe ich noch nicht versponnen, deshalb kann ich auch zu den Spinneigenschaften nichts sagen.

Donnerstag, 19. März 2015