Donnerstag, 19. März 2015

Dienstag, 17. März 2015

Das Wollschaf fragt 12/2105 - "Komplimente"

Was war das netteste, originellste oder ungewöhnlichste Kompliment, dass Du für Deine gestrickten oder gehäkelten Sachen bekommen hast?

fragt das Wollschaf heute.

Für die Weste aus handgesponnener Wolle habe ich erst am Freitag ein Kompliment von einer "Fachfrau" bekommen. Na, ich will ja nicht Lobhudeln und es heißt ja auch das netteste, originellste oder ungewöhnlichste Kompliment. Wobei mich ein nettes Kompliment ja immer freut. Wenn ich etwas handgestricktes sehe, das mir gefällt, gebe ich auch gerne nette Komplimente.

Wenn die Tochter was Selbstgestricktes anhat, bekommt sie oft Komplimente dafür.

Und so kommt das schönste Kompliment von meiner Tochter: "Ich bin so froh, das ich eine Mama habe, die Stricken kann".



Dienstag, 10. März 2015

Das Wollschaf: Die verstrickte Dienstagsfrage 11/2015

Heute fragt das Wollschaf:

Da hat das Wollschaf doch glatt vergessen, dass heute schon wieder Dienstag ist…
Was es auf die Frage bringt:
Hast Du schon mal Dein Strickzeug oder ein gestricktes Teil irgendwo vergessen oder verloren?
Wenn ja, hast Du es wiederbekommen?

Vor kurzem erst hat die Tochter einen Rundschal aus Merinoseide im Bus verloren. Mehrmaliges Nachfragen beim Busfundbüro ergab leider nichts.

Kleinteile wie Stulpen gehen schon öfter mal verloren. Die sind auch meistens schnell wieder gestrickt.

Nicht nur verloren auch geklaut werden Stricksachen. Das ist mir an unserem letzten Wohnort passiert, da habe ich einige Loops gelassen. Einmal nicht hingeschaut, weg wars.

Einmal habe ich dort auch mitbekommen, wie eine Dame laut nach ihrer Wolltüte rief, die eine andere Frau gerade mitnahm.

Wiederbekommen habe ich bis jetzt nichts.

Ich erinnere mich aber, das ich für eine Bekannte eine Strickjacke gestrickt habe, die hat diese in einem Hotel liegenlassen und auch wiederbekommen.

Weste aus handgesponnener Wolle nach Stephen West, Magic Modular


Die Fotos von der "Short Version Modular Magic" von Stephen West inspirierten mich zu dieser Weste. Ich habe einiges an Handgesponnen aber meist nur 100 bis 200g in einer Farbe.

Die ganze Weste habe ich mit zwei Fäden gestrickt um auf eine Maschenprobe von 14 Maschen auf 10 cm zu kommen. Begonnen habe ich mit dem langen Rechteck in grün im Perlmuster. Den Perlmusterschal habe ich in drei Teile geteilt (zwei Vorderteile und ein Rückenteil). Für das Ärmelloch habe ich Maschen abgekettet. Das Rückenteil habe ich in blaugrün krausrechts gestrickt. Die Vorderteile habe ich mit blaugrün angefangen und habe dann mit Blau weitergestrickt. Für den Halsausschnitt habe ich Maschen abgenommen. Zwischen Halsausschnitt und Rücken befindet sich ein krausrechtsgestricktes Viereck.

Ans Vorderteil habe ich noch zwei Rechtecke im Brokenribmuster gestrickt. Im gleichen Muster ist auch der Kragen und das Bündchen gestrickt.

Mit einer Reihe in rotorange habe ich einzelnen Flächen unterbrochen. Mit dieser Farbe habe ich auch die i-cords als Verschlüsse gestrickt. Damit kann ich die Jacke in vielen Versionen tragen, je nachdem wie die i-cords verknotet werden.

Die Wolle stammt teilweise vom Merinolangwollschaf aus Thüringen, die ich als Rohwolle bekommen habe. Nach dem Waschen habe ich sie gefärbt.

Die grüne und blaugrüne Wolle ist eine Corriedale aus Sachsen.

Danke an Stephen West für die Inspiration.

Ich wünsche euch allen einen sonnigen Creadienstag.






Montag, 9. März 2015

Spinnrad Nr. 5 - (schwäbisches) Wollspinnrad

Das Spinnrad stand im Nachbarort zum Verkauf. Es hatte lange zur Dekoration gedient. Da es nur eine Spule hat und auch nur einen Haken, war ich noch kurz unentschlossen. Aber es sah so schön "Märchenhaft" aus, da durfte es mit und sich meiner Herde anschließen.

Es läßt sich einfach auseinanderbauen, sämtliche Holzverschraubungen habe ich aufgedreht, gesäubert und wieder eingedreht.

Ein neues Treibband hat es bekommen (es lag gerade ein roter Rest von eine Kordel griffbereit), und ein Stück Nylonschnur für die Bremse.

Der Spinnwirtel ist auf einem Filzlager gelagert und auch sonst hat sich der Drechsler Mühe gegeben um ein spinnbares Spinnrad herzustellen.
Leider ist ihm das Einzugsloch innen etwas gratig geraten. Die erste Versuchswolle (ein braunes Batt Crossbreadwolle) mochte es gar nicht.
Mit der roten Kammzugswolle hat es sich dann schnell angefreundet.
Der eine Haken ist auch kein Problem, er läßt sich schnell versetzen.

Es läßt sich leicht treten, die Beinchen könnten etwas stabiler sein.





Mit dem schönen Aufsatz ein Spinnrad, ideal für "Märchen am Spinnrad" aber sicherlich nicht ein Arbeitsrad, auf dem mal schnell ein Kilo Wolle gesponnen wird.

Schwäbische Wollräder werden auch noch hergestellt zum Beispiel bei der Drechslerei Weiß in Sontheim. Die Spule hat jedenfalls die gleiche Länge und das Aussehen wie die Spule des schwäbischen Wollspinnrades. Dieses ist jedoch zweifädig während mein Neuzugang einfädig ist.




Dienstag, 3. März 2015

Das Wollschaf 10/2015 - Der Perfektionist und das Ribbeln

Jede Masche in Reih’ und Glied oder einfach mal Fünfe gerade sein lassen – wie perfektionistisch bist Du bei Deinen Stricksachen?
Bist Du absolut penibel oder erlaubst Du Dir auch mal kleine Schlampigkeiten?
Das Wollschaf.

Je älter ich werde, um  so mehr neige ich zum Perfektionismus, was die Strickerei angeht.

Wenn ich einen Fehler entdecke, wird geribbelt. Das ist ja das schöne an der Wolle, sie verzeiht Fehler (im Gegensatz zum Stoff).
Bei dem letzten Pullover für die Tochter habe ich fast den ganzen Pulli geribbelt, er war nämlich zu groß.

Manchmal gefällt mir aber auch nach Fertigstellung ein Detail nicht, dann wird auch geribbelt bzw. eine Naht wieder aufgetrennt und neu genäht. Wenn nach der ganzen Strickarbeit die Nähte nicht gut aussehen, dann mag ich das Teil auch nicht anziehen.
 
Als ich noch nicht so perfektionistisch war, habe ich die zum Beispiel das Garn bis zum Schluss verstrickt und die Enden dann vernäht, das ist für mich mittlerweile ein No-Go. Lieber Garn übrig lassen und den Faden dann in der Naht vernähen. So mache ich es auch, wenn ich Knoten im Garn finde, da wird die Reihe dann mitunter wieder aufgetrennt.

Bei schwierigen Mustern muss ich ganz selten ribbeln, vielleicht durch das aufpassen.
Klar passieren auch da mal Fehler, meisten versuche ich dann durch das Fallenlassen von Maschen, den Fehler zu beheben.

Bei dem Amish soll es so sein, das ein Fehler sogar mit eingebaut wird, damit man weis, das es handgemacht ist.
Aber das ist jedem selbst überlassen.

Tulpen